„Ich bin bestens Informiert…“ – Ein ERFAHRUNGSbericht

Irgendwie sind wir doch alle „alte Hasen“ und dank modernster Medien -wie z. B. „soziale Netzwerke“- bestens über alles informiert. Ganz besonders natürlich über unsere Finanzen- da machen wir immer alles richtig und wissen sowas von Bescheid.

*** I R R T U M !!! ***

Ganz ehrlich, ich habe es selbst erfahren müssen. Wenn ihr wissen wollt, wie und warum, könnt ihr weiterlesen. Wenn ihr aber meint, das folgende hier ist ein „Werbetrick“ oder ein Gefallen für jemanden, dem ich etwas schuldig bin, lest einfach nicht weiter, es wäre dann Verschwendung eurer Zeit. Übrigens habe ich ganz bewusst hier nicht erwähnt, um wen es sich handeln könnte, eben damit dieser Eindruck nicht entsteht.

Also los…

Vom Grundsatz her bin ich Mensch, der sich gegen alles ab- und versichert. Sich schon in jungen Jahren (obwohl es damals noch nicht so schlimm war wie heute) Sorgen um die Altersversorgung machte. Ein guter Freund sagte mal, ich würde mich sogar gegen die „Entführung durch Aliens“ versichern. Na ja- übertreiben muss man nicht. Vielleicht wollen die mich ja auch gar nicht.

Ein weiterer Grundsatz ist, „alles bei einer Gesellschaft“- ich hasse Papierkram. Je mehr, umso schlimmer. Ausserdem ist es ja auch vorteilhaft, immer nur „einen Ansprechpartner“ zu haben. Im Schadensfall ist das auch sicher hilfreich.

Dummerweise bin ich gelernter Gross- und Aussenhandelskaufmann und kann auch ein wenig kalkulieren. So weiß ich, je mehr Schäden man meldet, umso höher steigt u. U. der Versicherungsbeitrag. Eigentlich sollten alle das wissen- irgendwoher muss das Geld, das die Versicherung auszahlt, ja kommen. Und verdienen wollen die ja auch noch was (sieht man mal von der Bezahlung der Mitarbeiter ab).

Ja, ich glaubte mich gut versichert. Bis irgendwann… ein Rechtsschutzfall eintrat. Hmm- dumm, aber wozu ist man versichert? Mal eben flugs den Ansprechpartner kontaktiert und zurück gelehnt. Dann die Enttäuschung: „… tja, deine Rechtsschutz deckt nur bla bla bla ab, das ist aber ein anderer Fall…“ Heißt konkret: ich war „nur“ privat in der Rechtsschutz- mein Fall aber war Arbeitsrecht und somit nicht abgedeckt. Okay, mal eben erweitert- und natürlich künftig mehr bezahlt. Auf dem „aktuellen Fall“ bzw. den Kosten bin ich natürlich sitzen geblieben und ein „neuer“ durfte so schnell auch nicht eintreten, denn es gab ja eine Sperrfrist.

Und auch in Zukunft gab es immer irgendwas, was SO nicht abgedeckt war. Nein, ich nenne bewusst keine Versicherungsgesellschaft, die Praxis ist sicher überall ähnlich, wenn nicht sogar gleich. Aber hätte mein „Vertrauensmann“ mich nicht rechtzeitiger darauf hinweisen sollen? Hat er das „bewusst“ unterlassen, war er „überlastet“ oder was auch immer? Da war ich doch froh, eine „überschaubare“ Anzahl an Schäden zu haben- somit kam ich nicht ganz so oft in die Bedrängnis, mich erklären zu müssen. Auch wenn das später von meinem „Vertrauensmann“ anders dargestellt wurde. Frust ist ein schlechter Berater.

Egal- es geht auch anders. Denn eines Tages sollte ich meinen Finanzberater kennen lernen. Ehrlich gesagt, konnte ich mit dem Wort überhaupt nichts anfangen. Ich war immer der Meinung, ich sei gar nicht „vermögend“. Ich würde mich eher als den normalen „Durchschnittsdeutschen“ aus der Mittelschicht bezeichnen.

Zunächst einmal wurde ich über mein „Vermögen“ aufgeklärt- das ja doch irgendwie vorhanden war, ich aber im Laufe der Jahre nicht mehr so sah und als selbstverständlich empfand. Wohnungseinrichtung, Auto, Haustiere, Kleidung, Gesundheit/ Vorsorge und sogar das eigene Leben sind mein Vermögen wurde mir gesagt- und irgendwie stimmt das ja auch.

Nach Durchsicht meiner Unterlagen stellt sich heraus, dass ich nicht nur „unterversichert“ bin, sondern auch viele Leistungen in dem Versicherungs- Tarifdschungel gar nicht enthalten sind. Abgesehen davon war der neue Anbieter sogar -bei besseren Leistungen- auf’s Jahr gesehen deutlich günstiger- und das im DREISTELLIGEN Bereich! Aus dieser Ersparnis heraus konnte ich mir sogar den „Luxus“ erlauben, von dem eingesparten Geld wieder in etwas neues zu „investieren“ bzw. mich anderweitig oder höherwertiger abzusichern. In meinem Alter war das in erster Linie natürlich eine „Hinterbliebenen“- Versicherung. Ich will keinesfalls meine Lieben in Kosten stürzen, damit sie mich unter die Erde bekommen. Wäre ich jünger oder hätte ich noch kleine Kinder, hätte ich sicher auch für diese noch etwas in deren Altersversorgung gesteckt. Und auch dann hätte ich in jedem Fall noch immer nur EINEN Ansprechpartner!

Den weiteren Verlauf kann sich jeder denken. Ich hatte ein Angebot von meinem Finanzberater, dass er meiner Liebsten und mir bestens ausführlich und verständlich erklärt hat, sogar „schwarz auf weiß“. Mir wurde alles abgenommen, der Schriftverkehr mit der „alten“ Versicherung und die komplette Abwicklung zum Ablauftermin- er kümmert sich einfach um alles. Okay, ein paar Unterschriften musste ich schon selbst leisten. 🙂

Fazit: der geneigte Leser darf mir gerne glauben, dass ich ein absoluter Gegner von solchen „Beratungen“ war- aber das Konzept hat mich wirklich überzeugt, denn den „erträumten Rundum- Sorglos- Schutz“ den manche zu haben glauben, habe ich nun. Vor allem, weil mir alles -wie schon erwähnt- gut und verständlich ohne irgendwelches „Paragraphen“- oder „Versicherungsbedingungen- Gelaber“ erklärt wurde und ich wirklich ausreichend Zeit hatte, um über meine Entscheidung(en) nachzudenken. Ich verstehe heute übrigens nicht mehr wirklich, warum man diese Beratungen nicht in Anspruch nimmt, denn fast immer kann an irgendeiner Stelle (es müssen übrigens nicht in erster Linie Versicherungen sein, da ist viel mehr im Angebot) etwas optimiert werden. Und falls nicht, wird das auch offen und ehrlich kommuniziert. Und ist natürlich kostenlos und unverbindlich. Nur für den Fall, dass ich es noch nicht erwähnt habe. 😉